Dienstag, 18. Februar 2014

"Green Headphones" presents – Teil 10: Warum?

Warum uns manchmal ein "Warum" nicht weiter voran bringt, sondern mindestens 18 Schritte tiefer in den Wahnsinn der Ordnung unserer Welt, zeigt Louis C.K.s Stand-Up Monolog aus dem 30-minütigen HBO Special "One Night Stand" (2005) über die scheinbar harmlose Frage seiner Tochter, warum sie an einem regnerischen Tag denn nicht das Haus verlassen könne. Der heute 46-jährige Comedian, Schauspieler, Screenwriter, Produzent und Regisseur Louis Szekely beweist in durchweg allen seinen Stand-Up-Programmen, dass er verstanden hat, was "Hilarious" heutzutage bedeuten kann und sollte, und zwar in ehrlicher Louis C.K.-Manier.

Prädikat Warum ist die Banane krumm? Weil Louis C.K. kein Blatt vor den Mund nimmt; and we can suck it!





Storyline "Why?" Beginn: 6:26 min
Transkription Beginn: 7:51 min

Louis C.K. – Why?

It is an insane deconstruction. It’s amazing. This is my daughter the other day, she’s like: „Papa, why can’t we go outside?“ „Well, cause it’s raining.“ „Why?“ „Well, water is coming out of the sky.“ „Why?“ „Because it was in a cloud.“ „Why?“ „Well, clouds form... when there's vapor.“ „Why?“ „I don’t know. I don’t know any more things. Those are all the things I know.“ „Why?“ „Cause I’m stupid, okay? I’m stupid.“ „Why?“ „Well, I didn’t pay attention in school. Well, I went to school but I didn’t listen in class.“ „Why?“ „Well, I was high all the time. I smoked too much pot.“ „Why?“ „Cause my parents gave me no guidance. They didn’t give a shit.“ „Why?“ „Cause they fucked in a car and had me, and they resented me for taking their youth.“ „Why?“ „Because they had bad morals. They just had no compass.“ „Why?“ „Cause they had shitty parents. It just keeps going like that.“ „Why?“ „Cause fuck it, we’re alone in the universe. Nobody gives a shit about us.“ […] This goes on for hours and hours, and it gets so weird and abstract. At the end it’s like: „Why?“ „Well, because some things are and some things are not.“ „Why?“ „Well, because things that are not can’t be.“ „Why?“ „Because then nothing wouldn’t be. You can’t have fucking nothing isn’t, everything is.“ „Why?“ „Cause if nothing wasn’t we would have all kinds of shit like giant ants with top hats dancing around. There’s no room for all that shit.“ „Why?“ „Ah, fuck you. Eat your french fries, you little shit. God damn it!“.

Dienstag, 11. Februar 2014

"Green Headphones" presents – Teil 9: It's Brittnay, Bitch!

Die amerikanische stop-motion Webserie "The Most Popular Girls in School" der Macher Carlo Moss und Mark Cope existiert seit Mai 2012 und erscheint einmal wöchentlich auf gleichnamigen Youtube-Channel mit neuer, meist 4-12 minütiger Episode. Darsteller und Darstellerinnen sind dabei ausschließlich Barbie-Puppen; soviel zu den Formalitäten.

Der Pilot der Serie thematisiert die Bathroom Hierarchy der Overland Park High School; die Serie selbst verknüpft von dort ausgehend in mittlerweile 3 Seasons verschiedene Storylines mit recurring Characters wie Cheerleader Brittany Matthews, New Girl Deandra und Austauschschülerin Saison Margeurite. Bei teils humoristischer Schieflage und besonders an manchen Tiefpunkten, an denen es den Most Popular Girls nicht mangelt, will man oftmals nicht mögen, was sich da einem zeigt, doch das "Trotzdem" überwiegt. Wo gehobelt wird, wird auch ins Klo gegriffen.

Prädikat Vielleicht hätte ich mich mehr wehren sollen, but how do you say? – Love it, don't fight it!

Episode 1 – Bathroom Hierarchy:



Episode 2 – Brittnay vs. Saison Margeurite:



Samstag, 8. Februar 2014

"Green Headphones" presents – Teil 8: The Crazy Ones

Robin Williams zählt zu den kreativsten Köpfen unserer Zeit – und wahrscheinlich zu den verrücktesten. Der heute 62jährige Comedian ist in Deutschland vor allem als Schauspieler in Familienfilmen wie "Mrs. Doubtfire" und "Popeye" oder ernsteren Unternehmungen wie "Good Morning, Vietnam", "Dead Poet Society", "What Dreams May Come" und "Good Will Hunting" bekannt, für den Williams mit einem Academy Award ausgezeichnet wurde. Yeah, we know that already – I see.

Good News: Seit September 2013 ist Robin Williams als Advertising Genius Simon Roberts an der Seite von Serientochter Sarah Michelle Gellar zurück im amerikanischen TV mit neuer Serie "The Crazy Ones", einem Comedyformat von David E. Kelley auf CBS. Mit viel Witz und Gefühl rettet Kreativität oftmals gerade dort den Tag, wo Gefühle der Verzweiflung und Erleichterung, Trauer und Liebe, Hoffnungslosigkeit und Freundschaft, Angst und Selbstbewusstsein sich die Hand reichen. Der kreative Meltingpot der Ideen berührt Herz und Verstand: Every good idea starts as a crazy one. Ein Sahnehäubchen bilden die Outtakes am Ende einer jeden Episode. Eine Zusammenfassung des Pilots, zu sehen hier:

Prädikat Welcome back, Mr. Williams!




Vielen sollte Robin Williams aber gerade wegen seiner Stand-Up Programme "An Evening With Robin Williams" (1982), "A Night at the Met" (1986), "Live on Broadway" (2002) und "Weapons of Self Destruction" (2009) ein Begriff sein, und sollte dies noch nicht der Fall sein, ein Begriff werden; denn wie Williams selbst es sagt: "On stage you're free. You can say and do things that if you said and did any place else, you'd be arrested." – nun gut, any place else, wohl in Amerika, wo selbst Trunkenheit in der Öffentlichkeit noch ein Vergehen ist. Robin Williams Freiheit auf der Bühne zeigt sich dabei vor allem in der ehrlichen Reflexion seines oftmals autobiografischen Materials; in seiner furchtlosen Vortragsweise, die zwar einstudiert, doch niemals wirklich kontrollier- oder vorhersehbar ist, lagen Williams Anfänge doch gerade in der Improvisationskomik.

Es ist tatsächlich die freie Rede Williams, die sich mit Drogen, Sex, Sport, Politics, Religion und nationalen Vorurteilen auseinandersetzt, ohne ihre Aufrichtigkeit zu verlieren, die den Charme der teils surrealistischen Art von fast-paced Stand Up Comedy ausmacht. Was ungekünstelt und gut getimt daherkommt, ist die Stimme eines Künstlers, der weiß, wovon er spricht. Tragedy plus time plus joke equals comedy. Einen großen Teil seines Materials bestimmte Williams Kokain-Sucht der späten 70er bis Anfang 80er Jahre, sein Kampf gegen den Alkoholismus, mehrere Scheidungen und eine Herzoperation.

Gar nicht so verrückt oder gerade verrückt? – Das Trotzdem-Lachen-Können; Frustration plus Inspiration macht Kreativität; oder vielleicht ist Verrücktheit auch bloß ein weiteres Synonym für Menschlichkeit?


Robin Williams Stand Up Comedy

A Night at the Met (1986): Cocaine



Live on Broadway (2002): Biblical History



Donnerstag, 6. Februar 2014

"Green Headphones" presents – Teil 7: Ein Gesicht lesen

There are plenty faces in the sea, doch für das Musikvideo des Liedes "Ai to iu" entschied sich die Indie-Rock Band "Plenty" für ein einziges; nämlich für das Gesicht von Sänger und Gitarrist Enuma Fumiya.

Dem japanischen Duo Enuma und Nitta Noriaki, beide Jahrgang '88, gelingt es durch minimale Züge etwas wie Nähe zu erzeugen, und zwar von einem Gesicht zum nächsten – vom virtuellen Gesicht zum eigenen. Was in diesem Gesicht lesbar wird, ist ein Lied über Liebe, das jedoch nicht in der Schwebe bleibt, sondern persönlich wird, indem es zu dir spricht, während du in ihm liest. Der hier spricht, hat sein eigenes Gesicht in die Erzählung eingeschrieben.

Prädikat Weniger ist Mehr! Darüber hinaus dasjenige auch sprechen können, was man schreibt und singen können, wie man spricht – mit der eigenen Person, mit dem eigenen Gesicht. Beeindruckend: plenty.



Ein Nachtrag: Plentys fünfte EP ist als Triple-Single-Auskopplung "Korekara / Sensei No Susume/ Goodbye" am 29. Januar 2014 frisch auf den Markt gekommen! Das neue Video zur Single "Korekara" bewegt sich zwischen Distanz und Vernetzung, steht vor Wänden, Drahtzäunen und Grenzen allerart und fragt sich, wie einander noch zu erreichen ist. Durch den Blick in Richtung Himmel oder eine Frontalaufnahme mit Kopfhörern? Was tun, wenn am Ende nicht die Stimme versagt, sondern die Lippen jegliche Sprechbewegung verweigern – während unsere Stimme auch ohne uns weiterklingt?

Watch it now: plenty "Korekara" Official Music Video

Lyrics in Jp/Rom/Eng hier: Lyrics plenty "Korekara" (From Now On)

"Green Headphones" presents – Teil 6: Musikalische Übersetzung

Jitterbug! Das kanadische Team Andrew ist eine gelungene Kollaboration zwischen Andrew Huang (songs to wear pants to) und Andrew Gunadie (gunnarolla); manchmal nennen sie sich auch Dreamz. Mit neuen Beats bringen sie Wham!s "Wake me up before you go-go" ins 21. Jhd.

Ein unterhaltsames Nebenprodukt der Produktion auf besagten Beat, das sich insbesondere als Weckton eignet, hier: Team Andrews Wake Up Call

Prädikat It is the Time! "Do you know what time it is? It is your wake-up call. Get out of bed. Let's go! The party-bus is waiting outside. It's waiting for you to going to the party. We're going to the club at 7.30 am. It's beautiful – there's no airconditioning in this party-bus!"



"Green Headphones" presents – Teil 5: Katzen und Kater

"Ed, you know cats don't talk, right?" Katzen sprechen nicht – or do they? Ed Sheerans im Januar 2012 veröffentlichtes Musikvideo zur Single "Drunk" erzählt eine bekannte Geschichte auf erfrischend neue Weise: Sheeran findet sich an der Seite eines Freundes wieder, um die Zeit wieder ins Laufen zu bringen, die still steht, wenn ein Herz bricht. Dieser Freund ist eine Katze! Eine Ukulele spielende, Bier und Schnaps trinkende Katze, die einem im Pub Gesellschaft leistet, bis man wieder auf die Beine kommt.

Kein Zufall aber, dass es gerade eine Katze ist, die Ed auf seinem schrittweisen Weg begleitet, gilt die Katze schon in der ägyptischen Mythologie als Göttin der Liebe, Stärke und des Guten. Schon damals hat die Katze bei Nacht die Sonne beschützt; auch heute noch zeigt sie uns oftmals im Dunkeln ein Licht - bei genauerem Anblick sehen wir es in ihren Augen.

Prädikat Katzen-Highfive!

Watch video, meow: Ed Sheeran "Drunk" Official Music Video

"Green Headphones" presents – Teil 4: Fernsehsuppe

Warning: You may pop your culture! Joel McHale kann, was außer ihm vielleicht keiner kann, zumindest nicht so souverän: einmal wöchentlich serviert uns der Schauspieler & Comedian löffelweise Clips aus obskuren Gegenden amerikanischer Fernsehlandschaft, die er nicht unkommentiert lässt.

Wenn McHale seinen Senf dazugibt, ist dieser scharf genug, um noch den verkochtesten Brei televisionären Eintopfs genießbar zu machen, seien es lokale Nachrichten, Talk Shows, Network-Serienformate oder Popkultur-Schätze wie The Bachelor, Survivor, The Real Housewives, Jersey Shore und alles rund um die Kardashians.

"The Soup" ist ein Basic-Cable Format auf E!-Entertainment, das allen kritischen Formaten das Wasser reichen kann – oder eben das Salz für die Würze in der Suppe, immer auch mit einer brise Salz für die Wunden unserer Kultur.

Prädikat Watch the Soup, everybody!




Ein Nachtrag im Namen des Cat-Contents: Spaghetti Cat



"Green Headphones" presents – Teil 3: Beha(a)rrlichkeit

Nachbarschaft mal ganz anders: mit viel Blut, unter anderem einer Axt, Drogen- und Organhandel, unbedingtem Durchhaltevermögen und einem neuen Haarschnitt. Den Film 아저씨 aka The Man From Nowhere überleben nur die Wenigsten seiner Figuren.

Der Protagonist Cha Tae-sik (Won Bin) ist nicht aufzuhalten auf der Suche nach dem entführten Nachbarskind So-mi. Entschlossen schießt er sich dabei selbst durch kugelsicheres Panzerglas seinen Weg frei. Beeindruckender Weise vollführt Tae-sik diese Murderous Rampage eines Rettungsversuchs größtenteils mit einem Auge, denn erst nach einer guten Hälfte des Films schneidet er sich seine Haare und damit die Sicht frei: He's getting serious.

Tae-Sik: You live only for tomorrow.
Drogenboss: What?
Tae-Sik: The ones that live for tomorrow get fucked by the ones living for today.
Drogenboss: What are you babbling about?
Tae-Sik: I only live for today. I'll show you just how fucked up that can be.

Prädikat Go for it! "Was Du heute kannst besorgen..." in bewegten und bewegenden Bildern.



"Green Headphones" presents – Teil 2: Das Comic-Sans-Conundrum

Selbst Kinder hassen Comic Sans. Der kanadische Vlogger und Musiker Andrew Gunadie – besser bekannt als "gunnarolla" – versucht mit seinem "Comic Sans Song" zu retten, was nicht mehr zu retten ist: die meistgehasste Schriftart aller Zeiten.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge thematisiert der "Comic Sans Song" Schriftarten-Frustration und improper Font-Selection, unterstützt durch einen Gastauftritt von Andrew Huang. Put your hands in the Arial.

Prädikat Go Team Andrew!



"Green Headphones" presents – Teil I: Sirene

Die südkoreanische Band FTIsland (Five Treasure Island) hat am 18.11.2013 ihr neues Minialbum "The Mood" (4 Tracks) auf den Markt gebracht und damit in die Ohren aller K-Pop/Rock Zuhörer weltweit.

"Siren" – geschrieben und gesungen von Lee Hong Ki, der zuletzt als Hauptrolle im Film "Passionate Goodbye" positiv auf sich aufmerksam gemacht hat, sollte man am besten laut hören. Grüne Kopfhörer können dabei nicht schaden; bei mir zumindest haben sie sich bezahlt gemacht.

Prädikat awesome.

Ein Nachtrag: Außerdem nicht außer Acht zu lassen, wenn sich die Scheibe schonmal dreht, FTIslands "Can't have you"!