Dem japanischen Duo Enuma und Nitta Noriaki, beide Jahrgang '88, gelingt es durch minimale Züge etwas wie Nähe zu erzeugen, und zwar von einem Gesicht zum nächsten – vom virtuellen Gesicht zum eigenen. Was in diesem Gesicht lesbar wird, ist ein Lied über Liebe, das jedoch nicht in der Schwebe bleibt, sondern persönlich wird, indem es zu dir spricht, während du in ihm liest. Der hier spricht, hat sein eigenes Gesicht in die Erzählung eingeschrieben.
Prädikat Weniger ist Mehr! Darüber hinaus dasjenige auch sprechen können, was man schreibt und singen können, wie man spricht – mit der eigenen Person, mit dem eigenen Gesicht. Beeindruckend: plenty.
Ein Nachtrag: Plentys fünfte EP ist als Triple-Single-Auskopplung "Korekara / Sensei No Susume/ Goodbye" am 29. Januar 2014 frisch auf den Markt gekommen! Das neue Video zur Single "Korekara" bewegt sich zwischen Distanz und Vernetzung, steht vor Wänden, Drahtzäunen und Grenzen allerart und fragt sich, wie einander noch zu erreichen ist. Durch den Blick in Richtung Himmel oder eine Frontalaufnahme mit Kopfhörern? Was tun, wenn am Ende nicht die Stimme versagt, sondern die Lippen jegliche Sprechbewegung verweigern – während unsere Stimme auch ohne uns weiterklingt?
Watch it now: plenty "Korekara" Official Music Video
Lyrics in Jp/Rom/Eng hier: Lyrics plenty "Korekara" (From Now On)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen