Samstag, 8. Februar 2014

"Green Headphones" presents – Teil 8: The Crazy Ones

Robin Williams zählt zu den kreativsten Köpfen unserer Zeit – und wahrscheinlich zu den verrücktesten. Der heute 62jährige Comedian ist in Deutschland vor allem als Schauspieler in Familienfilmen wie "Mrs. Doubtfire" und "Popeye" oder ernsteren Unternehmungen wie "Good Morning, Vietnam", "Dead Poet Society", "What Dreams May Come" und "Good Will Hunting" bekannt, für den Williams mit einem Academy Award ausgezeichnet wurde. Yeah, we know that already – I see.

Good News: Seit September 2013 ist Robin Williams als Advertising Genius Simon Roberts an der Seite von Serientochter Sarah Michelle Gellar zurück im amerikanischen TV mit neuer Serie "The Crazy Ones", einem Comedyformat von David E. Kelley auf CBS. Mit viel Witz und Gefühl rettet Kreativität oftmals gerade dort den Tag, wo Gefühle der Verzweiflung und Erleichterung, Trauer und Liebe, Hoffnungslosigkeit und Freundschaft, Angst und Selbstbewusstsein sich die Hand reichen. Der kreative Meltingpot der Ideen berührt Herz und Verstand: Every good idea starts as a crazy one. Ein Sahnehäubchen bilden die Outtakes am Ende einer jeden Episode. Eine Zusammenfassung des Pilots, zu sehen hier:

Prädikat Welcome back, Mr. Williams!




Vielen sollte Robin Williams aber gerade wegen seiner Stand-Up Programme "An Evening With Robin Williams" (1982), "A Night at the Met" (1986), "Live on Broadway" (2002) und "Weapons of Self Destruction" (2009) ein Begriff sein, und sollte dies noch nicht der Fall sein, ein Begriff werden; denn wie Williams selbst es sagt: "On stage you're free. You can say and do things that if you said and did any place else, you'd be arrested." – nun gut, any place else, wohl in Amerika, wo selbst Trunkenheit in der Öffentlichkeit noch ein Vergehen ist. Robin Williams Freiheit auf der Bühne zeigt sich dabei vor allem in der ehrlichen Reflexion seines oftmals autobiografischen Materials; in seiner furchtlosen Vortragsweise, die zwar einstudiert, doch niemals wirklich kontrollier- oder vorhersehbar ist, lagen Williams Anfänge doch gerade in der Improvisationskomik.

Es ist tatsächlich die freie Rede Williams, die sich mit Drogen, Sex, Sport, Politics, Religion und nationalen Vorurteilen auseinandersetzt, ohne ihre Aufrichtigkeit zu verlieren, die den Charme der teils surrealistischen Art von fast-paced Stand Up Comedy ausmacht. Was ungekünstelt und gut getimt daherkommt, ist die Stimme eines Künstlers, der weiß, wovon er spricht. Tragedy plus time plus joke equals comedy. Einen großen Teil seines Materials bestimmte Williams Kokain-Sucht der späten 70er bis Anfang 80er Jahre, sein Kampf gegen den Alkoholismus, mehrere Scheidungen und eine Herzoperation.

Gar nicht so verrückt oder gerade verrückt? – Das Trotzdem-Lachen-Können; Frustration plus Inspiration macht Kreativität; oder vielleicht ist Verrücktheit auch bloß ein weiteres Synonym für Menschlichkeit?


Robin Williams Stand Up Comedy

A Night at the Met (1986): Cocaine



Live on Broadway (2002): Biblical History



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